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Die Greenpeace-Aktivisten verteilen Postkarten mit ihrer Botschaft in den Innenstädten. Mit Hilfe der Karten können interessierte Bürgerinnen und Bürgen Bundeskanzlerin Merkel ebenfalls zu mehr Engagement im Klimaschutz auffordern. Dafür wurden in vielen Städten berühmte Denkmäler mit der Botschaft fotografiert.
Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen wird über die Zukunft unserer Erde entschieden, sagt Danny Rimpl von Greenpeace Wilhelmshaven. Wir fordern Kanzlerin Merkel auf, persönlich am Klimagipfel teilzunehmen und endlich Geld für den Klima- und Urwaldschutz bereitzustellen. Als wichtige Industrienation muss Deutschland in den Verhandlungen eine Führungsrolle einnehmen.
Auf dem UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen soll ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll verabschiedet werden. Damit der Gipfel ein Erfolg werden kann, müssen die Industrienationen die Entwicklungsländer beim Schutz des Klimas unterstützen. Zudem müssen die Industrienationen ihren CO2-Ausstoß um mindestens 40 Prozent bis 2020 verringern. Greenpeace fordert von den Industrieländern, jährlich 110 Milliarden Euro für den Urwald- und Klimaschutz bereitzustellen.
Für Deutschland bedeutet dies einen Anteil von sieben Milliarden Euro jährlich. Mit dem Geld soll unter anderem ein Urwaldfonds finanziert werden. Der Schutz der Wälder spielt in den Klimaverhandlungen eine besondere Rolle. Knapp 20 Prozent der weltweiten Treibhausgase kommen aus der Zerstörung der Urwälder. Pro Jahr verlieren wir weltweit circa 30 Millionen Hektar Urwald, dies entspricht der Fläche eines Fußballfeldes alle zwei Sekunden.